Anzahl der Brustraffungen stark gestiegen

Ästhetisch-Plastische Chirurgen führen in Deutschland immer mehr Bruststraffungen durch. Allein die Mitglieder der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) führten 2016 2.800 solcher Eingriffe – Mastopexien – durch. Dies stellt eine Zunahme von fast 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar, in welchem rund 1.300 Bruststraffungen erfolgten. Damit rückte die Straffung an die vierte Stelle der häufigsten Schönheitsoperation bei Frauen in Deutschland vor. „Diese Zunahme deutet auf ein verstärktes Körperbewusstsein bei Frauen hin“, interpretiert Prof. Dr. Dennis von Heimburg, Präsident der VDÄPC, diese Zahlen. Viele der Frauen, die sich für eine Straffung entscheiden, haben ihre Kinderplanung abschlossen. Die Operation stellt dann einen Part des sogenannten „Mummy makeover“ (eine kombinierte Bauchdecken- und Bruststraffung) dar, um die körperlichen Folgen von Schwangerschaften und Stillzeiten zu behandeln. Oder die Frau hat massiv an Gewicht verloren. In beiden Fällen passiert es häufig, dass die Brust sich entleert, also kein ausreichendes Brustdrüsengewebe mehr vorhanden ist, die Brust erschlafft. Dies kann das Selbstbewusstsein der betroffenen Frau empfindlich beeinträchtigen und in ihrem Leben einschränken. Wichtig zu wissen: „Für eine formschöne Brust reicht oftmals eine reine Straffung nicht aus, sondern es muss zusätzlich ein Implantat eingesetzt werden, das für das notwendige Volumen sorgt. Nur so können wir in der Regel ein langanhaltendes ästhetisches Ergebnis erreichen“, stellt Prof. von Heimburg klar.