Statistik der Ästhetisch-Plastischen Operationen 2016

Eingriffszahlen nehmen weiterhin deutlich zu. Fettabsaugung bleibt häufigste Schönheits-OP in Deutschland

Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) stellte anlässlich ihrer Frühjahrstagung vom 11. bis 13. Mai in Berlin die Operations- und Behandlungsstatistik für das Jahr 2016 vor. „Die ermittelten Eingriffszahlen zeigen, dass wir im Vergleich zum Vorjahr rund zehn Prozent mehr Operationen durchgeführt haben. Mit über 7.000 Fettabsaugungen insgesamt ist die Liposuktion die häufigste ästhetische Operation in Deutschland, gefolgt von der Brustvergrößerung und der Oberlidstraffung“, berichtet der Präsident der VDÄPC, Prof. Dr. Dennis von Heimburg. „Auffallend ist die starke Zunahme von Bruststraffungen und intimchirurgischen Eingriffe“, so der Präsident weiter. Auch die Nachfrage nach minimal-invasiven Eingriffen bleibt ungebrochen: So stieg die Anzahl dieser Behandlungen um 20 Prozent an. „Die Ästhetisch-Plastische Chirurgie ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, interpretiert Prof. von Heimburg die Statistik.

Ästhetisch-Plastische Operationen
2016 wurden 47.698 ästhetisch-plastische Operationen durch die 125 aktiven Mitglieder der beiden Gesellschaften laut Hochrechnung durchgeführt. Im Vorjahr waren es 43.287. Dies bedeutet eine Zunahme von zehn Prozent. Der Männeranteil unter den Patienten nimmt im Vergleich zu 2015 um ein Prozent leicht auf rund 13 Prozent zu. Überraschenderweise ist 2016 häufigster operativer Eingriff bei Frauen nicht wie in den Vorjahren die Brustvergrößerung, sondern wie bei den Männern die Fettabsaugung. Die Brustvergrößerung rangiert nunmehr knapp dahinter auf Platz zwei, gefolgt von der Oberlidstraffung. Auffallend ist bei den Frauen die starke Zunahme von Bruststraffungen um über 100 Prozent. Bei den Männern gestaltet sich die Rangfolge folgendermaßen: Auch hier führt die Fettabsaugung die Statistik an, dicht gefolgt von der Gynäkomastie, also die Entfernung der vergrößerten Brust, und der Oberlidstraffung.

Minimal-invasive Behandlungen
Bei den ästhetischen Behandlungen ergab sich folgendes Bild: Die Anzahl der minimal-invasiven Eingriffe im Gesicht stieg von 42.758 im Jahr 2015 auf 51.500 im vergangenen Jahr. „Diese signifikante Zunahme von rund 20 Prozent zeigt die zunehmende Akzeptanz solcher Eingriffe hierzulande“, konstatiert Prof. von Heimburg. Knapp die Hälfte davon, 24.600 um genau zu sein, sind Behandlungen mit Botulinum gegen sogenannte Mimikfalten. Damit bleibt die Anwendung von Botulinum weiterhin die mit Abstand häufigste ästhetische Behandlung in Deutschland. Gefolgt von Falten- und Volumenbehandlungen mit Hyaluronsäure, die 21.484 Mal durchgeführt wurden. Bei den minimal-invasiven Eingriffen beträgt die Männerquote knapp zehn Prozent; im Vergleich zum Vorjahr immerhin auch hier eine Zunahme um vier Prozent.