Statistik der Ästhetisch-Plastischen Operationen 2017

Oberlidstraffung ist die häufigste Schönheits-OP in Deutschland, körperformende Operationen weiterhin stark gefragt

Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) stellte anlässlich ihrer Frühjahrsakademie vom 26. bis 28. April in Dresden ihre aktuelle Operations- und Behandlungsstatistik für das Jahr 2017 vor. Im Ergebnis zeigt sich, dass im Vergleich zu 2016 rund 3 Prozent mehr Operationen durchgeführt wurden, wobei es einen neuen Spitzenreiter gibt. „Häufigster operativer Eingriff in Deutschland ist die Oberlidplastik mit 4.369 Operationen, knapp dahinter folgt die Fettabsaugung mit 4.322 und die Brustvergrößerung mit 3.503 Operationen“, berichtet der Präsident der VDÄPC, Prof. Dr. Dennis von Heimburg. „Die Oberlidstraffung ist ein sehr beliebter Eingriff, weil ein kundiger Plastischer Chirurg mit einer vergleichsweise kleinen Operation eine starke, verjüngende Wirkung erzielen kann“, so der Präsident über die neue Nr. 1. Aber auch die Figur steht weiterhin im Fokus. „Körperformende Operationen wie Fettabsaugungen, Brustvergrößerungen und Bauchstraffungen sind und bleiben in Deutschland ein großes Thema“, erklärt Prof. von Heimburg. Fällt der Anstieg der Operationen mit drei Prozent etwas moderater aus als in den Vorjahren, steigt die Nachfrage nach minimal-invasiven Engriffen weiterhin rasant: So verzeichnet die VDÄPC hier erneut einen deutlichen Zuwachs um rund 20 Prozent. Die Operations- und Behandlungszahlen wurden durch eine Mitgliederbefragung der VDÄPC ermittelt.

Ästhetisch-Plastische Operationen

2017 wurden 32.647 ästhetisch-plastische Operationen durch die 93 aktiven Mitglieder der VDÄPC laut Auswertung durchgeführt. Im Vorjahr waren es 31.632. Dies bedeutet eine Zunahme von rund drei Prozent. Der Männeranteil unter den Patienten ist im Vergleich zu 2016 mit 12,5 Prozent stabil geblieben. Wie im Gesamtergebnis ist 2017 bei den Frauen die Oberlidstraffung der häufigste operative Eingriff, dicht dahinter folgt die Fettabsaugung und die Brustvergrößerung. Auch bei den Männern kommt es im vergangenen Jahr zu einer neuen Rangfolge: So war die Gynäkomastie, also die Entfernung der vergrößerten Brust, die häufigste Operation bei Männern, gefolgt von der Fettabsaugung und der Oberlidstraffung. Durch eine starke Zunahme der Haartransplantationen landet diese nun auf dem 4. Platz.

Minimal-invasive Behandlungen

Bei den ästhetischen Behandlungen ergab die Mitgliederbefragung Folgendes: Die Anzahl der minimal-invasiven Eingriffe im Gesicht stieg um rund 20 Prozent von 31.963 im Jahr 2016 auf 38.526 im vergangenen Jahr. Knapp die Hälfte, nämlich 18.595, sind Behandlungen mit Botulinum gegen sogenannte Mimikfalten wie die Zornesfalte auf der Stirn. Damit bleibt die Anwendung von Botulinum weiterhin die mit Abstand häufigste ästhetische Behandlung in Deutschland. An zweiter Stelle folgen Falten- und Volumenbehandlungen mit Hyaluronsäure, die 15.518 Mal durchgeführt wurden. Eine starke Zunahme verzeichnen auch Lippenkorrekturen, die im vergangenen Jahr 3.092 Mal erfolgten, 53 Prozent häufiger als im Vorjahr. Trend hier: „Immer häufiger kombinieren wir chirurgische Maßnahmen mit minimal-invasiven Methoden, um das Ergebnis zu optimieren“, erläutert Prof. von Heimburg. „Dies ist sicherlich ein Trend, der sich fortsetzen wird“, ist er überzeugt. Bei den minimal-invasiven Eingriffen beträgt die Männerquote knapp sieben Prozent.