Elisabeth Abad

Warum uns Schönheit so wichtig ist

Die allermeisten Menschen streben nach Schönheit – gleichzeitig werden wir magisch von ihr angezogen. Das war schon immer so und wird wohl auch so bleiben, quer durch alle Kulturen, egal wie unterschiedlich die Schönheitsideale auch sein mögen. Studien belegen, dass attraktive Menschen leichter einen Partner finden, bessere Jobs bekommen und mehr Geld verdienen. Sogar der schottische Philosoph und Aufklärer David Hume konstatierte im 18. Jahrhundert, dass unsere eigene Schönheit uns Freude bereite, Hässlichkeit uns jedoch leiden ließe. Klingt ungerecht? Ist es sicherlich auch. Die gute Nachricht heutzutage lautet: Wo man sich früher mit seinem Äußeren abfinden musste, stehen uns heute dank der modernen Beautymedizin Methoden und Verfahren zur Verfügung, uns verschönern zu lassen und uns dadurch besser zu fühlen. Das reicht von minimalinvasiven Eingriffen gegen Fältchen bis hin zu einer Operation. Sei es, um sich optisch zu verändern, beispielsweise eine für das persönliche Empfinden zu groß geratene Nase zu verkleinern, die Brüste vergrößern zu lassen, um sich weiblicher und attraktiver zu fühlen, oder den Zeichen der Zeit Paroli zu bieten und die Uhr zurück zu drehen.
Mögen sich auch viele hiergegen auflehnen und postulieren, innere Werte seien doch viel wichtiger als äußere Schönheit – deren Wert natürlich unstrittig ist – so ist es doch unübersehbar, dass äußere Makel das innere Wohlbefinden stark beeinträchtigen können. Charakterstärke hin oder her.
Folgt man David Humes These, könnte man sogar behaupten, dass Menschen, die sich verschönern lassen, ihr Leben und ihre Zukunft proaktiv anpacken und in eine positivere Richtung lenken möchten.
Und wie so oft macht auch bei der Beautymedizin die Dosis das Gift. Bewegungslose, wenngleich faltenlose, Gesichter oder übergroße Brüste findet hierzulande niemand schön. Auch das heute so vielbeschworene Volumenlifting nimmt zuweilen groteske Formen an. Ein natürliches, unoperiertes oder unbehandeltes Aussehen sollte das Ziel einer jeden Behandlung sein, nur eben schöner und jünger. Beautification lautet das Zauberwort. Dabei sollte die Individualität erhalten bleiben anstatt einen fragwürdigen Einheitslook anzustreben. Schöner und attraktiver werden und dabei doch unverwechselbar man selbst bleiben – das ist das Credo der Beautymedizin unserer Zeit.