Wenn der Kiefer hässlich macht

Ein fliehendes Kinn und schmale Lippen deuten auf eine Kieferfehlstellung hin.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, so ein schottisches Sprichwort – Psychologen der Universität Regensburg kommen zu einem anderen Ergebnis: Unabhängig vom persönlichen Geschmack, wird ein Gesicht dann als schön empfunden, wenn die Proportionen harmonisch sind – wenn Nase, Mund, Augen und Wangen in einem bestimmten Verhältnis zu einander stehen.[1] Kieferfehlstellungen stören diese Harmonie und lassen ein Gesicht eher unattraktiv wirken. „Nicht nur die Form und das Profil des Gesichtes, sondern auch Lippenfülle, Nasenform und Kinnprominenz werden durch die Kiefer bestimmt“, erklärt Dr. med. Dr. med. dent. Wolfgang Kater, Gesichtschirurg aus Bad Homburg. „Ein zurückliegender Oberkiefer beispielsweise bewirkt optisch schmale Lippen und sorgt häufig auch für tiefe Falten links und rechts von Nase und Mund, die so genannten Nasolabialfalten.“ Auch ein fliehendes oder zu weit nach vorne stehendes Kinn weisen eindeutig auf eine Fehlstellung hin. Was viel zu wenige Betroffene wissen: Mit der modernen Gesichtschirurgie lassen sich durch Fehlstellungen der Kiefer verursachte Makel ohne äußere Hautschnitte minimalinvasiv beseitigen – das gesamte Gesichtsprofil wird deutlich harmonisiert. „Hinsichtlich einer ästhetischen Verbesserung, ist eine vom Kieferspezialisten durchgeführte Korrektur effektiver als andere Methoden wie Kinnplastiken, Unterspritzungen oder ähnliches“, betont Dr. Dr. Kater. „Diese Verfahren beseitigen nämlich nicht die eigentliche, in der Fehlstellung der Kiefer liegende Ursache, sondern kaschieren lediglich die äußerlichen Symptome.“

Gesichtsform wird maßgeblich durch die Kiefer bestimmt

Durch einseitige Belastungen oder durch eine erblich bedingte Fehlstellung der Kiefer kommt es zu ungleichen Entwicklungen von Ober- und Unterkiefer. Neben gesundheitlichen Folgen wie z. B. einer eingeschränkten Nasenatmung oder Verspannungen, wirkt sich eine solche Fehlentwicklung manchmal auch sehr negativ auf die Ästhetik aus. „Besonders häufig ist der Vor- oder Rückstand von Ober- oder Unterkiefer“, erklärt Dr. Dr. Kater. „In leichter Ausprägung kann das Gesicht dadurch manchmal interessant wirken, größere Abweichungen hingegen stören die Harmonie erheblich.“ Diese Störungen können sich in Form von tiefen Nasolabialfalten, schmalen Lippen, einer „herabhängenden“ Nase oder einem stark hervorstehenden Kinn äußern. Betroffene, deren Gesicht solche Makel aufweist, werden von anderen automatisch als weniger attraktiv und häufig auch als unsympathisch empfunden. Viele sehen deshalb nur eine Lösung für ihr Problem: eine Schönheitsoperation. „So hatte ich schon Patienten, die ihre Nase als zu groß empfanden und sich diese deshalb verkleinern lassen wollten“, erzählt Dr. Dr. Kater. „Dabei liegt die Ursache für eine aus der Sicht des Laien zu groß geratene Nase häufig in einer Unterkieferrücklage. Mit Hilfe kieferchirurgischer Operationsmethoden lässt sich diese Fehlstellung unkompliziert korrigieren – die Nase wirkt anschließend ganz normal. Damit erübrigt sich dann auch die kosmetische Korrektur der Nase.“

Innovative minimalinvasive Operationstechniken

Patienten, die unter einer Kieferfehlstellung und den daraus resultierenden Folgen für Gesundheit und Ästhetik leiden, finden professionelle Hilfe beim erfahrenen Kiefer- und Gesichtschirurgen. Ist die Entscheidung für eine Kieferkorrektur gefallen, so lässt sich bereits im Vorfeld der Operation das zu erwartende Ergebnis am Computer simulieren. „Gemeinsam mit dem Patienten erarbeiten wir am Bildschirm sein neues Gesicht und besprechen den Verlauf des Eingriffs“, erläutert Dr. Dr. Kater. „Es ist wichtig, dass der Patient eine realistische Vorstellung davon bekommt, wie sein Gesicht nach der Kieferkorrektur aussehen wird.“ Der Eingriff an sich verursacht keine sichtbaren Narben, da er über die Mundhöhle durchgeführt wird. Komplizierte Verdrahtungen oder Blutkonserven – wie vor ein paar Jahren noch notwendig – werden durch die moderne Kieferchirurgie überflüssig. Nach fünf bis sieben Tagen endet der stationäre Aufenthalt für den Patienten – mit neuem Gesicht und gesteigertem Selbstwertgefühl beginnt für viele ein ganz neues Leben.

[1]Psychologen der Universität Regensburg fanden in einer Studie mit 500 Personen heraus, dass Gesichter dann als schön empfunden werden, wenn Augen, Mund, Wangen, Kinn und Lippen in bestimmten Proportionen (Winkel, Abstand, Größenverhältnis etc.) zu einander stehen. Quelle: www.beautycheck.de